Kurzschulungen und Laienreanimation
Zur Wirkung von Kurzschulungen im Rahmen des Herz- und Gesundheitstags in Gera
DOI:
https://doi.org/10.25974/gjops.v2i1.36Schlagworte:
Erste-Hilfe-Maßnahmen, Laienreanimation, Herz-Lungen-Wiederbelebung, KurzschulungAbstract
Hintergrund: In Deutschland wird etwa die Hälfte aller Herz-Kreislauf-Stillstände von Laien beobachtet. Vor diesem Hintergrund wurde der Kenntnisstand der Bevölkerung von Gera in der Herz-Lungen-Wiederbelegung untersucht sowie eine Kurzschulung durchgeführt.
Methode: Die Daten wurden im Rahmen des Geraer Herz- und Gesundheitstages 2023 erhoben. Mit Hilfe eines Fragebogens wurden zufällig ausgewählte Besucher:innen der Veranstaltung zum Stand ihrer Kenntnisse von Reanimationsmaßnahmen befragt. Anschließend wurden diese Besucher:innen gebeten, an einer Kurzschulung teilzunehmen, um deren praktische Fähigkeiten zu evaluieren. Die Qualität der Herz-Lungen-Wiederbelebung wurde mit Hilfe der Software QCPR erfasst.
Ergebnisse: Vor der Kurzschulung verfügten die Teilnehmer;innen über geringe Kenntnisse und praktische Fertigkeiten in Reanimationsmaßnahmen. Nach der Kurzschulung in einer Herz-Lungen-Wiederbelebung konnten signifikante Verbesserungen festgestellt werden. Der Reanimationszyklus wurde sicherer eingehalten, die notwendige Drucktiefe wurde signifikant häufiger erreicht, der Brustkorb wurde wesentlich häufiger korrekt entlastet und die Reanimationsfrequenz war häufiger korrekt.
Diskussion: Die Teilnehmer:innen der Befragung waren entweder junge (18–30 Jahre, 39,2%) oder ältere Menschen (61–90 Jahre, 41,2%). Vor allem in der zweiten Gruppe lag die letzte Erste-Hilfe-Schulung mehr als 30 Jahre zurück. Entsprechend waren hier die theoretischen Kenntnisse und praktischen Fähigkeiten vor der Kurzschulung sehr gering. Durch die Kurzschulung wurde eine Reaktivierung bereits vorhandenen Wissens erreicht, was die deutliche Verbesserung in der Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung erklärt.
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